Mit dem Motorrad durch Italien: Eine Reise, die mein Leben veränderte

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Viaggiare – Sentire il dolce profumo della vita. Das Reisen und seine Bedeutung.

Was bedeutet Reisen für mich?

Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Schon während ich sie mir in diesem Moment stelle, ahne ich, dass wenige Worte nicht ausreichen werden, um eine Antwort zu geben.

Reisen, das ist ein Gefühl. Etwas besonderes. Es ist nichts, was Du erklären kannst, für mich ist Reisen etwas, was Du erlebst. Bewusst erlebst. Reisen bedeutet für mich Genießen. Das Leben genießen. Das Leben und die Freiheit schmecken. Es bedeutet genauso, dem Alltag entfliehen und Neues entdecken. Somit wird auch ein kleiner Ausflug, oder eine Wanderung gleichzeitig zur Reise für mich.

„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ – Aurelius Augustinus

Damit bedeutet Reisen für mich auch, so viele Seiten wie möglich kennenzulernen, seine eigene Geschichte zu schreiben. Leere Seiten mit bunten Worten und Emotionen, mit neuen Erinnerungen und unvergesslichen Momenten zu füllen.

Meine Reise durch Italien war für mich genau das: Ein wirkliches Abenteuer, eine inspirierende Geschichte, die mit zu den liebsten Kapiteln meines Lebens gehört. Und das nicht etwa, weil die Reise besonders lang war oder ich nur außergewöhnlich aufregende Dinge erlebt habe. Nein, sie ist deshalb unvergesslich für mich, weil sie meine Sicht auf das Leben verändert hat. Gemeinsam mit Patrick durfte ich meine eigene Freiheit schmecken. Mit dem Motorrad fuhren wir, wohin uns der Wind trug. Wir passierten Berge, Gletscher, Seen, das Meer, streiften einsames Land in der Toskana und erlebten pulsierende Metropolen wie Mailand. Unbeschreiblich vielseitig und total schön. Den Wind im Gesicht, konnte ich so den süßen Duft des Lebens riechen. Ok, zugegeben, all das klingt unheimlich kitschig und übertrieben. Ein Erklärungsversuch:

So hinten auf dem Motorrad sitzend und ohne eine wirkliche Möglichkeit der Kommunikation hatte ich plötzlich das Gefühl, ganz viel Zeit zu haben, Zeit für mich. Zwar flog die Landschaft super schnell an mit vorbei, aber die Zeit schien dafür irgendwie für mich still zu stehen. Es mag seltsam klingen aber es hatte fast etwas meditatives dort zu sitzen und sich ganz auf die Umgebung um mich herum und auf mich zu konzentrieren. Du spürst die Wärme der Sonne und riechst das Holz der Bäume, die Du passierst, hörst trotz Motorenlärm Vogelgezwitscher und Stimmen. Das ganze Szenario hat mich unheimlich nachdenklich gestimmt. Ganz von alleine habe ich ein viel tieferes und größeres Bewusstsein für die vorher für selbstverständlich oder gar unbedeutenden Dinge entwickelt.

Plötzlich empfand ich den Wind im Gesicht, sobald ich die Klappe meines Helmes aufmachte, nicht mehr nervig sondern erfrischend. Dunkelheit nicht mehr beängstigend, sondern faszinierend. Den Sternenhimmel zu betrachten, während wir uns so schnell fortbewegten, das war unbeschreiblich schön. Den Temperaturabfall in Waldpassagen empfand ich nicht mehr störend, sondern aufregend, weil es Gänsehaut verursachte. Und Gänsehaut ist ja wohl ein super interessantes Phänomen, oder? Ich bin mir nicht einmal sicher ob ich diese Gänsehaut verspürte, weil mir kalt war, oder weil ich es einfach nur genoss, die Landschaft und damit so manche Alltagsprobleme an mir vorbeirauschen zu sehen. Auf dem Motorrad gilt das Motto: Mittendrin statt nur dabei. Denn Du erlebst Deine Umgebung viel intensiver, mit all Deinen Sinnen.

Dich interessiert wohin uns der Wind trug? Ich habe Dir die Stopps unserer Reise zusammengetragen. Zudem kannst Du erfahren, was ich noch dazu gelernt habe, wenn Du weiter liest :).


Unsere Route

I LUZERN

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Erste Etappe unserer Reise war die Schweizer Stadt Luzern und zeitgleich unser teuerster Aufenthalt. Dennoch ist die Stadt definitiv einen Besuch wert. Die markante mittelalterliche Architektur prägt das Bild des Ortes und lädt zu einer Zeitreise ein. Neben der alten Stadtmauer, der die Altstadt mit dem Ufer der Reuss verbindenden Kapellbrücke und den großen Vierwaldstättersee, kennzeichnen hohe Berggipfel den Anblick. Wir hatten einen tollen Abend in dieser romantischen Kulisse und verkürzten uns die Zeit mit einem ausgiebigen Spaziergang auf und um die Festungsmauer herum.  Mein Highlight des Aufenthaltes: Das Durchkommen des Kindes in uns. Denn bei unserem Spaziergang sind wir auf einen Sportplatz gestoßen und haben spontan ein Wettrennen veranstaltet. Es war nur ein kleiner Moment, aber es hat einfach total Spaß gemacht wieder Kind zu sein und das zu machen, worauf man Lust hat. Und wenn es 22 Uhr ist un Du Lust auf ein Wettrennen hast, dann heißt das, dass Du dieses Wettrennen auch einfach mal machen sollst. Inklusive Jubel- oder Verzweiflungsschrei versteht sich :).
Nach einem kleinen aber feinen Frühstück in unserer Unterkunft, ging es für uns am nächsten Morgen weiter über den Grimselpass nach Italien und damit finalmente al sud!

II  GRIMSELPASS UND RHONEGLETSCHER

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Die Strecke über den Grimselpass ist optimal für Motorräder geeignet: Zweispurig, gut ausgebaut, Spitzkehren, und viele Kurven. Die karge Gebirgslandschaft ergibt gemeinsam mit den Stauseen ein tolles Zusammenspiel und bietet daher auch dem Auge Grund zur Freude. Die Strecke über den Pass, der auf über 2000 Metern Höhe liegt und das Haslital im Berner Oberland mit dem Goms im Wallis verbindet ließ auch das nächste Highlight nicht lange warten: Den Rhonegletscher. Dieses Naturschauspiel ist definitiv einen Halt wert. Gletscher sind vor allem in der heutigen Zeit des unerbittlichen Klimawandels eine bewundernswerte Schöpfung der Natur.  Es stimmt mich nachdenklich, wenn  Informationstafeln zeigen, wie weit das Eis bereits zurückgegangen ist und noch weiter schwinden wird. Da blutet mir wirklich das Herz und bekräftigt mich weiter, mich mehr für die Natur einzusetzen, denn „Es gibt keinen Planeten B“. Durch das Rhonetal ging es dann weiter zum Simplonpass, der uns aus der Schweiz damit endlich nach Italien führt.

III  IL LAGO MAGGIORE

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Am Lago Maggiore legten wir eine Mittagspause ein. Eine Pizza, welche lediglich die erste von vielen vielen weiteren sein sollte, stärkte uns für unseren Streckenabschnitt bis Induno Ilona. Ich würde sagen: Der Start in die Italien-Tour hätte schlimmer ausfallen können :). Auch wenn die Pizza Diavolo wirklich ziemlich scharf war und der Kellner trotz meiner (meiner Meinung nach sehr guten) Italienisch-Versuche immer wieder ins Englische mit mir verfiel, habe ich es sehr genossen an diesem sonnigen Tag dem See beim Glitzern zuzusehen :). Und: Ich habe nich aufgegeben und penetrant mein Italienisch ausgepackt – am Ende hat er sich dann immerhin in seiner Landessprache verabschiedet.

IV  INDUNO ILONA

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Induno Ilona bot uns dann Unterschlupf für unsere erste Nacht in Bella Italia. Der Ort mit wenigen Tausend Einwohnern ist in der Provinz Varese in der Lombardei gelegen und hat uns mit seinem Charme sofort überzeugt. Es ein sehr gemütlicher Ort, perfekt um nach dem langen Tag wieder zu entschleunigen. Getoppt wurde der Ausklang durch die wohl beste Pizza, die ich je gegessen habe – und glaub mir, das sind nicht gerade wenige!!! Viel hatte der Ort an Sehenswürdigkeiten und selbst Restaurants nicht zu bieten, weshalb wir froh waren den Pizzabäcker gefunden zu haben. Direkt vor Deinen Augen wird er den Teig herstellen und dann die Pizza mit den von Dir ausgewählten Zutaten belegen bevor sie in den traditionellen Steinofen backen wird. Durch ihn durften wir nicht nur den Geschmack dieser wirklich fantastischen Pizza erleben, sondern auch einen liebenswerten und offenen Menschen kennenlernen, der uns viel zu erzählen hatte über sich selbst und sein Leben. Das beeindruckende: Da steht er in der kleinen Pizzeria in diesem kleinen Ort, ist wohl nie wirklich rausgekommen, aus seinem Alltag –  und er wirkte zufrieden. Und zwar sowas von zufrieden!

V MILANO
Mailänder DomGalleria Vittorio Emanuele II

 

 

 

 

 

 

 

Von Induno Ilona aus, fuhren wir am nächsten Tag mit Bus und Bahn ins naheliegende Mailand. Dort erwartete uns eine industrielle und pulsierende Metropole. Die Stadt der Mode und des Designs zieht uns schnell in ihren Bann. Ein Muss ist dabei für uns natürlich der gotische Mailänder Dom, sowie die Galleria Vittorio Emanuele II, in der sich nur wenige der in Mailand unzähligen vorhandenen Boutiquen und Restaurants  aneinanderreihen. Ein weiteres Must-Do: Mangiare il gelato al pistacchio! Ich liebe Pistazieneis in Italien schmeckt es natürlich besonders hervorragend! Ebenso schön sind die tollen Stadtvillen und Häuser, deren großen Pforten uns zum Teil auch Einblicke in die verborgenen Höfe gewährten. Der tosende Lärm der Autohupen verstummte hier ganz plötzlich und die quadratischen, grünen Innenhöfe ließen uns für einen Moment vergessen, dass wir uns in ein und derselben Stadt befanden. Es kam mir vor, wie eine eigene kleine Welt – und die Leute gestalten sie so, wie es ihnen gefällt! Egal wie laut und dreckig es draußen zugehen mag, hier entsteghen wahre Oasen, Zufluchtsorte im Großstadt-Dschungel, das inspirierte mich!

VI FORTE DEI MARMI

Forte dei Marmi

Von Mailand beziehungsweise Induno Ilona aus, ging es für uns ans Ligurische Meer. Im Küstenort Forte dei Marmi in der Provinz Lucca verbrachten wir eine Nacht, auf unserer Durchreise nach Rom. Beliebt ist der Ort, an dem Thomas Mann die Novelle „Mario und der Zauberer“ schrieb, vor allem aufgrund der zahlreichen Seebäder in der Umgebung sowie der tollen toskanischen Landschaft, in der auch die ein oder andere Luxusvilla zu finden ist. Auch hier laden viele Boutiquen zum Bummeln ein. Für uns am Schönsten aber: Der Sonnenuntergang der Blutroten Sonne am Meer. Das bedeutet nicht nur Romantik vor allem, die Seele baumelnlassen.

VII LADISPOLI

Ladispoli

In Ladispoli verbrachten wir zwei Nächte und konnten so Kraft tanken, für die nächsten streckenreichen Tage. Die Geschichte der Stadt reicht zurück ins 19. Jahrhundert als ein Fürst mit Namen Don Ladislo den Grundstein des Ferienortes legte. Heute noch sind etruskische, sowie mittelalterliche Überbleibsel zu sehen. Besonders schön für uns auch hier aber: Der Kilometer lange Sandstrand, der zu ausgiebigen Abendspaziergängen einlud. Fun Fact: Der Sand ist schwarz, was auf einen hohen Eisenanteil zurückzuführen ist und heilend wirken soll. Zum Baden war es im September aber leider schon zu frisch. Ganze zwei Minuten hielten wir es aus, bis die Lippen blau wurden und die Gliedmaßen zu zittern begannen. Aber hey! Immerhin, wir waren drin! Und als wir so bibbernd am Strand saßen, Sand an den Füßen, Salz auf Lippen und Haar und Wind im Gesicht und  den Tag Revue passieren ließen war ich einfach nur glücklich :).

VIII ROMA

Forum Romanum

Nach fünf Tagen waren wir dann schließlich am südlichsten Punkt unserer Italienreise: Rom. Als Italienliebhaber natürlich ein unabdingbarer Stopp. Daher hatten wir uns zwei Tage hierfür genommen. Von Ladispoli aus konnten wir bequem mit dem Zug in die Stadt hineinfahren, um dem turbulenten Verkehr zu entgehen. Ein Aufenthalt in Rom, ohne den Besuch der berühmten Sehenswürdigkeiten wie z.B. das Kolosseum, Forum Romanum, Engelsburg und Petersdom, wäre wohl irgendwie kein richtiger Aufenthalt in Rom. Daher stand viel Laufen und Staunen auf dem Programm. Sehr touristisch, was wir eigentlich beide nicht mögen, aber im Falle Roms definitiv die richtige Wahl, denn wir möchten so vieles wie möglich mitnehmen aus dieser historisch so unheimlichen interessanten Stadt.

Colosseum

Unser Glück: Das Wetter war ganz auf unserer Seite. In Rom verbrachten wir die heißesten Tage hier in Italien mit bis zu 30 Grad.  Gut eingecremt konnten wir so die Möglichkeiten dieser inspirierenden Stadt voll ausschöpfen.  Denn auch ein entspannter Spaziergang am Tiber ist definitiv zu empfehlen. Dann noch ein Eis und der Moment wird wirklich malerisch.

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Wir hatten wahnsinniges Glück in Rom. Denn ohne es zu wissen – jap, wir waren top informiert – stolperten wir mitten in eine Papst-Audienz. Als wir den Petersplatz erreichten, wunderten wir uns noch, dass unsere Taschen kontrolliert wurden. Durch die Absperrung hindurch dann die Auflösung: Unmengen an Menschen tummelten sich vor dem Petersdom und: Der Papst persönlich spricht! Es war ein tolles Erlebnis, was wirklich nicht geplant war, aber uns das Glück, das auf dieser Reise stets unser Begleiter war, vor Augen hielt.

IX FIRENZE

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Von Rom aus ging es für uns in die Toskana. Erneut verbrachten wir die Nacht außerhalb der Stadt. Mit dem Motorrad war es auch nur ein Katzensprung nach Firenze. Florenz, dass sollte, trotz touristischem Getummel, mein liebster Stopp auf dieser Reise werden. Alleine die berühmte Ponte Vecchio mit all ihren Läden und Juwelieren ist den Ausflug wert. Früher waren wohl vor allem Schlachter und Gerber auf der Brücke vorzufinden. Aufgrund des ganzen stinkenden Abfalls, der schließlich im Fluss landete, gehörte dies am dem 16. Jahrhundert dann jedoch der Vergangenheit an.

Ponte Vecchio, Firenze

Florenz hat kulturell sehr viel zu bieten. Die Hauptstadt der Toskana besticht durch die vielen alten Bauten und Sehenswürdigkeiten wie dem Campanile di Giotto, der Glockenturm des berühmten Doms, der Giardino di Boboli, eine wunderschöne Gartenanlage aus dem 16. Jahrhundert  beeindruckt. Auch der Gebäudekomplex um die  Uffzien ist den Besch wert. Die Uffzien dienten früher als Platz für Ministerien und beherbergen heute eines der wohl wichtigsten Museen weltweit. Die Galleria degli Uffizi stellt Werke von der Antike bis Spätbarock aus. Am schönsten hier war für mich allerdings, ein Abendessen in der Osteria Santo Spirito an der Piazza San Marco. Denn hier lernten wir zwei Engländerinnnen im Rentneralter kennen. Diese Frauen haben mcih mit ihren Geschichten unheimlich inspiriert und für mich war klar: Auch ich möchte irgendwann eine Zeit im Ausland leben (was ich mittlerwieel glücklciherwiese bereits abhaken kann:)).

Ponte Vecchio, Firenze

Den Tag in Firenze ließen wir  dann auf der Piazzale Michelangelo ausklingen, ein für den fantastischen Blick über die Stadt berüchtigter Ort, für den sich der halbstündige Weg aus der Altstadt inklusive Anstieg definitiv lohnt. Insbesondere bei Sonnenuntergang ermöglicht sich hier oben die Möglichkeit, die Romantik der Stadt noch einmal zu erleben. Wer möchte kann sich hierzu ein Gläschen Wein oder eine Kleinigkeit zum Essen gönnen, denn viele Verkäufer bringen hier Ihre Köstlichkeiten unter die Leute, begleitet von der Musik der Straßenmusikanten.

X AGRITURISMO IN MANTOVA

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In Mantova, auf dem Rückweg unserer Reise wartete ein Erlebnis der anderen Sorte auf uns. Wir übernachteten in auf einem Bauernhof! Der Familienbetrieb „Beatilla“ ist nicht nur nachhaltig, sondern auch wunderhübsch angelegt! Wir fühlten uns auf Anhieb pudelwohl und wurden herzlich von den Gastgebern, allesamt Geschwister, empfangen. Dieser Bauernhof demonstriert wie stylisch Nachhaltigkeit sein kann. Produkte aus Eigenproduktion, alte Möbel aus natürlichen Materialien treffen auf Moderne, die sich  in Design und Kunst manifestiert. Es ist dieser Bauernhof, der mir zeigt: Nachhaltigkeit ist eigentlich gar nicht so schwer! „Beatilla“ ist im Norden Italiens, im Naturschutzgebiet Riserva Naturale Statale bosco della Fontana, gelegen und daher auch ein perfekter Ausgangspunkt für Spaziergänge und Wanderungen. Der kurze Aufenthalt hat sich definitiv gelohnt! Da konnte ich auch getrost über dieleider viiiiel zu weiche Matratze hinwegsehen;).

XI LAGO DI RESIA

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Für uns hieß es am nächsten Tag dann aber: Endspurt! Und damit auf zur letzten Etappe unserer Reise, nach Tirol. Auf dem Weg nach Nauders, wo wir die letzte Nacht verbrachten, passierten wir den bekannten Lago di Resia. Berühmt berüchtigt ist der  künstlich geschaffene See weil er alle Gebäude in Graun und den Weilern von Arlund, Piz, Gorf, Stockerhöfe und Reschen überflutete. Heute noch zu sehen: Der einstige Kirchturm. Das ergibt ein wirklich besonderes Bild!

XII NAUDERS

Nauders, ein kleiner gemütlicher Ort mitten in den Tiroler Bergen. Hier verbrachten wir unsere letzte Nacht, bevor es wieder nach Hause in die Pfalz ging.  Der Ort liegt auf über 1300 Metern und hat mehr als doppelt so viele Betten für Touristen als Einwohner. Als wir, auf der Suche nach einem Restaurant, durch die Stadt liefen, bestätigte sich das sofort: Ein Hotel neben dem anderen! Wer es idyllisch mag, ist hier aber auf jeden Fall gut aufgehoben. Wir allerdings, freuten uns schon wieder auf Zuhause, denn auch wenn wir hier eine sehr angenehme Nacht hatten: Im eigenen Bett schläft es sich doch am Schönsten :).


Learnings in a nutshell

Ein Dutzend Orte, über 2.600 Kilometer und circa 1.000.000 Pizzen später, hat mir diese Reise mit dem Motorrad zehn wichtigen Dinge, die bis heute mein Leben prägen beigebracht:

  1. ERWECKE IMMER WIEDER DAS KIND IN DIR  (Wettrennen in Luzern)
  2. THERE IS NO PLANET B (Rhonegletscher)
  3. NICHT AUFGEBEN (Italienisch sprechen am Lago Maggiore)
  4. WENIGER IST WIRKLICH MEHR (Pizzabäcker)
  5. EIN ORT IST, WAS DU DARAUS MACHST (Innenhöfe Mailand)
  6. ES SIND DIE KLEINEN DINGE (Erlebnis am Strand)
  7. EIN HOCH AUF DIE SPONTANITÄT! (Die Papst-Audienz)
  8. EVERYTHING HAPPENS FOR A REASON (Vermeintlich zufällige Bekanntschaften, wie in Florenz, die nachhaltig beeindrucken)
  9. NACHHALTIGKEIT IST EINFACH (Agriturismo)
  10. SEI OFFEN (gesamte Reise)

Überblick der Route
Überblick der Route

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Welche Reise hat Dich besonders geprägt? Lass‘ es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Pass‘ auf Dich auf!

Deine Miriam


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Ein Kommentar zu „Mit dem Motorrad durch Italien: Eine Reise, die mein Leben veränderte

  1. Das war ne echt schöne Runde.
    Total Interessant fand ich am Beginn, dass du hinten am Motorrad das gleiche Gefühl hattest als ich oft habe wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin. Während man auf den nächsten Zug oder Bus wartet, hat man plötzlich so unendlich viel Zeit. Um noch was anzusehen oder zu tun, dafür reicht die Zeit nicht und so hängt man halt rum und wartet … und hat viel Zeit für sich selbst.

    Gefällt 1 Person

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