City Guide #1: Hamburg meine Perle

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Entspannen in der Hafenstadt

Rauschendes Wasser, jubelnde Möwen, trötende Schiffe: Mitten in der Stadt und doch Meeres-Gefühl pur! Das ist Hamburg!
Die Hansestadt versprüht ihren ganz eigenen Charme und macht mich damit jedes Mal aufs Neue sehr glücklich. Endlich durfte ich für drei Tage wieder in die Stadt der Schiffe, Klinkerbauten und Franzbrötchen! Lediglich auf eines mussten Patrick und ich verzichten: Das Hamburger Schiet-Wetter. Worüber wir aber natürlich keinesfalls traurig waren, im Gegenteil. Die schönste Stadt Deutschlands bei strahlendem Sonnenschein zu erleben, was will man mehr?
Unternehmungen, die ich Dir definitiv empfehlen kann, habe ich in meinen persönlichen „Must do, see and eat“-Tipps zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen und Träumen!

I KULINARIK GENIESSEN: FRÜHSTÜCK AN DER BINNENALSTER, LUNCH IM PORTUGIESENVIERTEL ODER DINNER BEI TIM MÄLZER

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Es ist wahrscheinlich wenig überraschend, dass mein erster Tipp gleich mit einer meiner liebsten Beschäftigungen zu tun hat: Dem Essen. Und das kann man in der Hansestadt super gut! Wer Fisch mag, ist sowieso gut aufgehoben in Hamburg. Leider sind Meeresfrüchte und Fische nicht wirklich etwas für mich. Als Taucherin sage ich immer „Fische sind Freunde“, sie schmecken mir davon abgesehen aber auch einfach nicht wirklich. Trotzdem habe ich die drei Tage unseres Kurztrips mit vielen Leckereien verbracht.

Für einen guten Start in den Tag empfiehlt es sich daher, eines der vielen Cafés an der Alster aufzusuchen. Denn auch die Hamburger frühstücken gerne. Von süßen Croissants und Pancakes bis zu einem herzhaften Start in den Tag mit Krabben oder Rührei: Die Auswahl ist mindestens genauso groß wie mein Hunger wenn ich an alle Köstlichkeiten denke. Empfehlenswert sind Cafés wie das a.mora oder das ALEX, die Dich direkt ans Wasser bringen und für jeden das Richtige dabei haben. Ersteres bietet die eine feine Auswahl an verschiedenen zusammengestellten Frühstücken, die Du auf der Karte auswählen kannst, Zweiteres ein tolles Buffet.

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Wer gut essen möchte, ist im Portugiesenviertel gut aufgehoben. Nur wenige Gehminuten von Hafen und Landungsbrücken entfernt, empfängt Dich kulturelle Vielfalt in sympathischer Atmosphäre. Besonders bei tollem Wetter, wie wir es hatten, bereitet Dir das Schlendern durch die Straßen pures Urlaubsgefühl!  In Hamburg wird es als Gegenentwurf zur HafenCity, als Dorf am Hafen gesehen. Nach dem Lunch in einem der vielen liebenswerten portugiesischen, spanischen und italienischen Restaurants, lohnt sich auch ein kleiner Bummel durch die Geschäfte der Galeristen, Künstler und Designer. Wir hatten uns  nach einem Spaziergang an der Elbe für eine Pizza aus dem Steinofen bei Luigi’s entschieden. Das Restaurant hat eine ganz angenehme Atmosphäre dank Kerzenlicht und entspannter Musik und bietet Dir gigantisch große Pizzen und tolles Dessert (Pizzateig mit Nutella, Mascarpone und Erdbeeren. Sooooo gut!).

Außerdem zu empfehlen: Ein Abendessen bei dem bekannten deutschen Fernsehkoch Tim Mälzer in der Bullerei. Das Restaurant hat mich mit einem hippen und entspannten Flair sehr überrascht. Starallüren sind hier fehl am Platz. Die Auswahl der Gerichte ist zwar beschränkt, bietet aber für jeden etwas. Ob Vegetarier, Fleischliebhaber oder Fisch-Fan, es kommt hier jeder auf seine Kosten.

II SPAZIEREN AM ELBSTRAND & ABSACKER IN DER STRANDPERLE

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Außerdem unbedingt machen: Ein Spaziergang am Stadtstrand. Du musst nicht in den Flieger in die Ferne steigen, um feinen Sand unter Deinen Füßen zu spüren und einer leichten Brandung zusehen zu können, es tut auch die Fähre 62 Richtung Finkenwerder von Brücke 3 der Landungsbrücken :) . Denn der Elbstrand Oevelgönne ermöglicht Dir all das auf dem über einem Kilometer langen Strandabschnitt. Besonders am Abend, wenn die Sonne tiefer steht und die Elbe zum Glitzern bringt, wird er zu einem Ort zum Runterkommen. Der Strand bietet sich perfekt für ein Picknick, zum Grillen oder einfach nur Entspannen an. Wir hatten jedoch Glück in dem Sinne, dass an diesem Abend nur wenige Leute am Strand waren und dadurch diese relaxte Atmosphäre entstehen konnte. Was den Strandabschnitt so besonders macht, ist seine Nähe zum Containerhafen. Mit Glück kann man so eines der riesigen Containerschiffe beobachten. Einen Absacker nahmen wir nach dem Spaziergang dann in der Strandperle zu uns.

III  MUSEUMSHAFEN OEVELGÖNNE

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Und wenn Du schon einmal zugegen bist, solltest Du Dir den Museumshafen auch einmal näher anschauen.  Hierhin gelangst  Du mit derselben Fähre 62 nach Neumühlen/Övgelgönne  wo Du direkt beim Aussteigen schon auf die  traditionellen Schiffe und historischen Boote stoßen wirst. Ein ganz besonderer Liegeplatz also.
Kontrastprogramm hierzu bietet ein Spaziergang durch das moderne Neumühlen, an gläsernen Bürogebäuden mit blick auf das Wasser vorbei oder die Treppen hinauf zur Elbchossee, wo sich eine Villa an die nächste reiht.

IV GROSSE HAFENRUNDFAHRT

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Zwei Stunden Sonne im gut eingecremten Gesicht, Wasser neben Dir, Wind um die Nase und: Ganz, ganz viel zu sehen. Das bietet Dir die große Hafenrundfahrt, die Du unbedingt tun solltest, wenn Du mehr über Hamburgs Geschichte und den Hafen erfahren möchtest.
An den Landungsbrücken geht es los, wo Du auch Dein Ticket bekommst. Wenn Du die Fahrt lieber im Vorhinein planen möchtest, kannst Du auch bequem online Deine Lieblingstour auswählen und buchen. Die Fahrt beginnt in der historischen Speicherstadt, wo Du noch mehr über den Handel und das Entstehen der großen Speicher erfahren kannst. Immer wieder ein total beeindruckendes Gefühl, durch die Fleete der Speicherstadt, zwischen den Backsteingebäuden hindurch zu schippern. Das Highlight dieser Rundfahrt aber ist natürlich der Containerhafen.

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Die Rundfahrt gibt einen guten Einblick von der tatsächlichen Größe des Hamburger Hafens. Wir passierten das Containerterminal Altenwerder, das modernste Terminal. Und: Wir hatten wahnsinniges Glück, denn es lagen gleich zwei Containerschiffe der zweitgrößten Klasse an. Du kommst Dir so winzig vor, wenn neben Dir plötzlich eine riesige Wand auftaucht. Die Schiffe waren über 50 Meter breit und knapp 400 Meter lang. Einfach gigantisch! Unser Barkassen-Fahrer konnte uns wahnsinnig viel über die Ozeanriesen erzählen, was auch Dank seines typisch nordischen Humors die Tour besonders schön für uns machte. Durch mehrere Schleusen und Kanäle ging es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Die zweitstündige Fahrt wird zurzeit täglich bis 14:30, jeweils um halb angeboten. Und startet an den St. Pauli Landungsbrücken, Brücke 1. Sie kostet 24,00 Euro.

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V SPEICHERSTADT UND GEWÜRZMUSEUM

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Eben bereits erwähnt: Die historische Speicherstadt. Nicht nur vom Wasser aus ein Hingucker. Es lohnt sich definitiv auch zu Fuß durch die Straßen zu laufen und dem ein oder anderen Museum einen Besuch abzustatten. Empfiehlt sich vor allem, wenn das Wetter doch nicht so rosig sein sollte. Die Speicherstadt gilt als größter Lagerhauskomplex weltweit und steht seit den 90er Jahren bereits unter Denkmalschutz. Und gilt, wie uns auf der Hafenrundfahrt erklärt wurde, seit 2005 sogar als UNESCO-Welterbe. Die unbeheizten Speicher bieten Dank Wasserlage und Holzfußboden optimale Lagerbedingungen.
Uns hat es an diesem Tag in das Gewürzmuseum verschlagen. Das war klein aber fein und total informativ. Der Eintritt beträgt hier 5,00€ pro Person, Kinder von vier bis 14 Jahren zahlen 2,00€. Hier kann man allerlei Gewürze mit allen Sinnen erleben und mehr über Herkunft, Anbau, Geschichte und Heilwirkung erfahren. So konnten wir beispielsweise mitnehmen, dass es sich bei der Vanille um die „Königin der Liebesgewürze“ handelt und Safran als teuerstes Gewürz der Welt gilt. Besonders nett für Kinder: Es gibt etwas zu probieren und Rätsel zu lösen. Auch sehenswert, ist sicherlich das Miniaturwunderland, das bei einem nächsten Besuch auf jeden Fall auf der Liste steht.

VI KAFFEERÖSTEREI SPEICHERSTADT

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Mit dem Eintritt in die Kaffeerösterei tritt auch der Duft der gerösteten Bohnen in die Nase. Untermalt wird der industrielle, rustikale Charme nicht nur durch das Klinkergebäude, die Sprossenfenster, den Blick auf die Barkassen am Fleet und die quietschenden Eichenholzdielen sondern auch durch das Rasseln der Bohnen in den großen Kafeemühleun und Röstanlagen. Der Kaffee-Genuss wird hier zum echten Kaffee-Erlebnis!
Besondere Sorten mit vielen tollen feinen Geschmacksnoten generieren Dir echte Vielfalt und machen einen Besuch zum Pflichtprogramm – nicht nur für Kaffee-Liebhaber. Denn auch die Schokolade ist köstlich und wird sehr hübsch angerichtet. Gleichzeitig tut man nicht nur sich selbst mit dem Besuch etwas Gutes: Der Erlös verschiedener Sorten kommt ausgewählten Projekten zu Gute. Z.B dem Lebensraumerhalt von Orang-Utans.

VII AUSSICHT AUF DER PLAZA – ELBPHILHARMONIE

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Das wohl bekannteste Bauprojekt Deutschlands fand letztes Jahr endlich seinen Abschluss und lädt seit dem auch kostenlos Besucher zum Staunen ein: Die Elbphilharmonie. Neben den teuersten Apartments Deutschlands und einem Hotel beherbergt das eindrucksvolle Gebäude regelmäßig Veranstaltungen. Das Schöne: Du kannst die fantastische Aussicht kostenlos genießen. Besonders in der Abendsonne ist die über 35 Meter hohe Aussichtsplattform total zu empfehlen! Das Panorama auf Hafen und Stadt ist so so schön!

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VIII UND NOCH MEHR AUSSICHT: SONNENUNTERGANG AUF DEM DOCKLAND

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Alternativ oder auch gerne in Kombination lohnt sich der Ausflug zur Aussichtsplattform Dockland. Der Bürokomplex an der Elbe, im Stadtteil Altona fällt durch die markante Form auf: Ein Parallelogramm, das an einen aus dem Wasser herausragenden Schiffsbug erinnert. Seit 2006 schon kann man hier auf 25 Metern Höhe die tolle Aussicht auf den Hamburger Hafen und das nördliche Elbufer auf einer großen Dachterrasse bewundern. Der Aufstieg von über 100 Stufen ist kostenfrei und lohnt sich damit allemal!
Trotz relativ starkem Wind erlebten wir mit dieser fantastischen Sicht Romantik pur. Es empfiehlt sich einen kleinen Snack oder ein gutes Getränk mitzunehmen, um ein gemütliches Picknick zu machen.

IX STADTBUMMEL

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Wenn Du in Hamburg bist, darf natürlich der obligatorische Marsch durch die Altstadt nicht fehlen. Hier beeindrucken viele Brücken (mehr als in Venedig, Amsterdam und London zusammen), Jungfernstieg und Rathausplatz.
Vom Hauptbahnhof aus, durch das Kontorhausviertel, vorbei am Chilehaus gelangst Du in das Herz der Stadt. Das Chilehaus gehört zu den bekanntesten Gebäuden der Hansestadt. Es erinnert optisch an einen Schiffsbug, weil es so spitz zuläuft. Von hier aus sind auch die Mönckebergstraße (Shoppingmeile) und das Rathaus nicht weit. Vom Rathaus aus kannst Du dann noch am Mahnmal St. Nikolai, der Kirchenruine vorbei laufen, sie erinnert an den zweiten Weltkrieg.
Natürlich solltest Du Dir auch unbedingt das Wahrzeichen der Stadt ansehen: Den Michel. Der Michel, also die evangelische Hauptkirche St. Michaelis kann von sämtlichen Ecken der Stadt aus erblickt werden. Sie ist über 400 Jahre alt und wurde nach Zerstörungen zweimal erneut aufgebaut. Der Michel  mit seinem hohen Turm ist wirklich  nicht aus dem Stadtbild wegzudenken

X AUF EINEN DRINK – AUSKLANG AUF DER REEPERBAHN

Last but not least: Ein Drink auf der Reeperbahn. Hier gibt es nämlich nicht nur zwielichtige Nachtclubs mit roter Beleuchung, sondern auch nette Bars in denen man einen Tag sehr gut zum Abschluss bringen kann. Die bekannteste Straße der Stadt, die durch St. Pauli führt, ist längst nicht mehr nur Rotlichtviertel.

FAZIT

Mein Fazit: Hamburg bietet eine immense Vielfalt, spannende Geschichte und super leckeres Essen. Für mich persönlich eine tolle Stadt, in die ich immer wieder sehr sehr gerne komme. Schon allein wegen der Franzbrötchen :).

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Wohin hat es Dich bei Deinem letzten Städte-Trip verschlagen? Lass‘ es mich gerne in den Kommentaren Wissen!

Pass‘ auf Dich auf

Deine Miriam


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2 Kommentare zu „City Guide #1: Hamburg meine Perle

  1. Boh, ist echt imposant. Ich hätte vielleicht doch nicht nur auf nen schnellen Geocache nen zwischenstopp einlegen sollen. Andererseits wollte ich ja noch ein ganzes Stück weiter nach Norden. Zeit zum richitg angucken hätte ich eh nicht gehabt. Da hilft nur deine schönen Bilder angucken – und vielleicht irgendwann doch nochmal raufdüsen.

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